· Baumpflege Trachte · Ratgeber · 4 Minuten Lesezeit
Baumfällung – Kosten, Vorgehensweisen und wichtige Tipps
Alles, was Sie über professionelle Baumfällung wissen müssen: Kosten, Vorgehensweisen und Tipps von Baumpflege Trachte für sichere und fachgerechte Baumarbeiten.

Baumfällung – Kosten, Vorgehensweisen und wichtige Tipps
Sie haben einen oder mehrere Bäume im Garten, die gefällt werden sollen? Ein Nachbar mit Kettensäge ist bereits voller Euphorie und meint, er könne „das Ding im Handumdrehen legen“?
Solange nicht mindestens die doppelte Baumlänge an Abstand zu Haus, Garage oder dem Sandkasten Ihrer Kinder vorhanden ist, ist das vermutlich eine sehr schlechte Idee.
Kein Baum ist wie der andere
Von der Einteilung in Laub- oder Nadelbaum über die Baumart (z. B. Buche, Eiche, Fichte oder Kiefer) bis hin zu Schiefwuchs, Vorhängern und Rückhängern unterscheidet sich jeder Baum deutlich.
Dadurch variieren auch die Fälltechniken erheblich – vom einfachen Sicherheitsfällschnitt mit Halteband bis hin zur komplexen Baumfällung mit Seilklettertechnik, bei der der Baum stückweise abgeseilt wird.
Warum ein Fachbetrieb unverzichtbar ist
Es empfiehlt sich immer, den Baum von einem zertifizierten Fachbetrieb für Baumfällung und Baumpflege begutachten zu lassen.
Hier liegt die Betonung klar auf Fachbetrieb – nicht auf Hausmeisterservice oder günstige Anbieter aus Kleinanzeigen.
Dass diese Unternehmen die niedrigeren Preise anbieten, hat oft eindeutige Gründe: Missachtung von Sicherheitsvorschriften, mangelhafte Ausbildung, schlechte Ausrüstung oder fehlende Versicherungen.
Der Unterschied zur professionellen Baumfällung könnte größer kaum sein.
Für das gewerbliche Arbeiten mit der Kettensäge ist eine spezielle Schulung erforderlich, z. B. der Lehrgang AS Baum I.
Der einfache Brennholzschein reicht bei weitem nicht aus. Dort lernt man unter anderem, dass man niemals allein arbeiten darf – ein Umstand, den viele Billiganbieter bewusst ignorieren, um „günstige“ Preise zu ermöglichen.
Dabei riskieren sie schwere Unfälle oder sogar tödliche Verletzungen.
Ablauf einer professionellen Baumfällung
Nehmen wir als Beispiel Leandra, die in ihrem Garten eine ca. 15 Meter hohe Fichte stehen hat, die gefällt werden soll.
Sie wendet sich an eine Fachfirma für Baumarbeiten – in diesem Fall die für höchste Qualität bekannte Baumpflege Trachte.
Da Leandra im Schichtdienst arbeitet, wird ein Dienstagvormittag als Besichtigungstermin gewählt. Pünktlich um 9 Uhr steht der Geschäftsführer vor der Tür und die Begutachtung beginnt.
Wir interessieren uns dabei vor allem für:
- Baumart
- Höhe, Stammumfang und Stammdurchmesser
- Zugänglichkeit, Parkmöglichkeiten, Laufwege
- Hindernisse wie Gartenhäuser, Gewächshäuser oder Gartenzwerge
- gewünschte Leistungen (Fällung, Entsorgung, Abtransport, etc.)
Einige Fragen werden dabei direkt an die Kundin gestellt:
- Soll der Baum nur gefällt werden?
- Soll das Stammholz abtransportiert werden oder im Garten bleiben?
- Sollen die Äste gehäckselt und entsorgt werden?
- Soll der Baumstumpf später entfernt werden?
Leandra hat alle Antworten parat. Noch bevor wir unsere letzte Frage stellen können, sagt sie:
„Eine Fällgenehmigung ist nicht erforderlich, unsere Baumschutzsatzung schützt keine Nadelbäume.“
Baumschutzsatzung: Wann braucht man eine Genehmigung?
Viele Gemeinden haben eine eigene Baumschutzsatzung auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes.
Was in der einen Stadt problemlos erlaubt ist, braucht in der nächsten Kommune möglicherweise eine Genehmigung.
Beispiele aus der Praxis:
- In einer Gemeinde sind Nadelbäume nie geschützt.
- In der nächsten gelten Nadelbäume ab 80 cm Stammumfang als geschützt.
- In einer dritten sind auch Pionierbaumarten wie Birken geschützt.
Daher gilt:
Vor jeder Baumfällung unbedingt die lokale Baumschutzsatzung prüfen. In der Regel weiß Ihr Fachbetrieb hierüber genau Bescheid.
In Leandras Wohnort ist ihre Fichte nicht geschützt – sie darf also ohne Antrag gefällt werden.
Angebot & Termin
Nach etwa 45 Minuten ist die Besichtigung abgeschlossen. Bereits am selben Tag erhält Leandra ein Angebot über die komplette Baumfällung inklusive Abseilarbeiten und Entsorgung.
Da sich unter dem Baum das Schaukelgerüst ihrer Kinder befindet, muss der Baum stückweise abgeseilt werden.
Der Preis für drei Arbeitskräfte inklusive Material, Abseiltechnik und Entsorgung liegt bei ca. 1.600 € – ein realistischer Preis für eine Baumfällung dieser Größe.
Da es Anfang September ist, muss Leandra sich gedulden:
Fällungen sind laut Gesetz nur zwischen 1. Oktober und 28. Februar erlaubt, außer bei akuter Gefahr.
Am Tag der Fällung
Pünktlich um 8 Uhr beginnt das Team:
- Der Kletterer steigt mit Steigeisen in den Baum.
- Jeder Ast wird einzeln entfernt.
- In 4 m unter der Spitze wird eine Umlenkrolle eingebaut.
- Die Spitze wird abgeseilt, um Schäden zu vermeiden.
- Der Baum wird Stück für Stück abgetragen.
- Astwerk wird direkt gehäckselt.
- Stammholz wird abtransportiert.
- Der Garten wird sauber hinterlassen.
Leandra ist begeistert: Der Baum ist weg, es ist deutlich heller – und ihr Rasen ist sogar sauberer als vorher.
Voller Freude erzählt sie Freunden und Kollegen von der professionellen Arbeit.
Das Wichtigste im Überblick
❗ Keine Hausmeisterservices beauftragen – fehlende Ausbildung, fehlende Ausrüstung, hohe Unfallgefahr.
✔ Immer vorherige Besichtigung – Angebote ohne Besichtigung sind selten seriös und werden meist teurer.
✔ Fällsaison beachten (01.10.–28.02., außer Gefahr in Verzug).
✔ Genehmigungspflicht prüfen – Baumschutzsatzungen unterscheiden sich stark je nach Gemeinde.
